Mecklenburg-Vorpommern: Keimbelastung im Trinkwasser

Bereits seit mehreren Wochen ist das Trinkwasser in über 10 Orten Mecklenburg-Vorpommerns mit verschiedenen Keimen belastet. Trotz Chlorierung bekommen die Wasserwerke die Verunreinigung nicht in den Griff. Der Bevölkerung wird empfohlen, das Wasser vor Gebrauch abzukochen. Mehr dazu in den Beiträgen vom 04.11.2011 und 23.11.2011 auf der Website des NDR.

Multiresistente Keime und Arzneien im Trinkwasser

Bisher nur in Abwassersystemen von Krankenhäusern oder Kläranlagen nachgewiesene Resistenz-Gene konnten nun auch in Trinkwasser-Leitungsrohren festgestellt werden.

Auch Arzneimittelrückstände wurden bereits im Trinkwasser nachgewiesen. Eine Quantifizierung des Risikos auf einer wissenschaftlich fundierten Grundlage ist jedoch aufgrund des Forschungsdefizits in diesem Bereich noch nicht möglich.

Einen ausführlichen Artikel zu diesem Thema finden Sie hier.

Coliforme Keime nun auch in Essing (Kreis Kelheim)

In einer Wasserprobe aus dem Essinger Versorgungsnetz fand das Trinkwasserlabor der Stadtwerke Ingolstadt coliforme Keime. Dies lässt eine Verunreinigung des Trinkwassers mit Fäkalien vermuten und damit auch eine mögliche Verbreitung von Krankheitserregern. Die Bevölkerung ist aufgefordert, Leitungswasser nur abgekocht zu verwenden. Da die Ursache der Verseuchung noch nicht feststeht, chloriert der Wasserversorger das Leitungswasser bis auf Weiteres.

Quelle: Donaukurier

Eichstätt: Coliforme Keime im Trinkwasser

Das Trinkwasser im oberbayerischen Eichstätt ist mit Keimen verschmutzt und soll vorläufig nur abgekocht verwendet werden. Bei einer Routineuntersuchung im Versorgungsgebiet wurden die Keime in einem Hochbehälter der 13 500 Einwohner großen Stadt entdeckt. Wasser, das die Eichstätter zum Trinken oder zur Zubereitung von Essen verwenden, sollte vorläufig mindestens zehn Minuten gekocht werden.

Zu den coliformen Bakterien zählen unter anderem die Gattungen Citrobacter, Enterobacter, Escherichia und Klebsiella. Unter dieser Gruppe fasst man Bakteriengattungen zusammen, die bei der Wasseraufbereitung und bei der Nahrungsmittelindustrie Verschmutzung meist fäkalen Ursprungs anzeigen.

Definiert sind diese Bakterien hauptsächlich durch biochemische Eigenschaften: Sie sind aerob und fakultativ anaerob, gram-negativ, sie sind Stäbchen und bilden keine Sporen. Sie fermentieren Laktose innerhalb 48 Stunden bei 35 °C und bilden dabei Säure und Gas.

Siehe dazu auch einen Artikel im Donaukurier.
(Quellen: Wikipedia, www.bild.de)

Nach erschreckendem TÜV-Test: Wann testen Sie Ihr Wasser auf Keime?

Ein Test des TÜV Rheinland und des ARD-Magazins „Plusminus“ in öffentlich zugänglichen Gebäuden zehn deutscher Städte ergab in der Hälfte der Proben eine Belastung mit Keimen. Die u.a. gefundenen E.-coli-Bakterien, Legionellen und Pseudomonaden stellen für Menschen mit geschwächtem Immunsystem ein potentielles Gesundheitsrisiko dar.

Mag das Wasser das deutsche Wasserwerke abgeben auch eine hohe Qualität besitzen, so ist das, was sich zwischen Wasserwerk und unserem Wasserhahn abspielt, wie eine Black Box. Wer lässt schon sein Wasser zu Hause testen?

Weitere Infos gibt es hier.

Rosenheim: Keime im Trinkwasser

Am Sonntag den 10.07.2011 kam es an einem Zubringer der Mangfall aufgrund eines Unwetters zu einem Hochwasser, wie es nur alle etwa 200 Jahre vorkommt. Da Bauern vor dem Unwetter Gülle auf den Feldern ausgebracht hatten, gelangten Keime aus der Gülle in die Tiefbrunnen. Die Erdschicht zwischen der Grasnarbe und dem Trinkwasser im Einzugsbereich der Brunnen war nicht mächtig genug, um bei diesen Sturzfluten das Wasser vollständig zu filtern. Am Mittwoch nach dem Unwetter wurde die Verunreinigung festgestellt, anschließend erließ das Ordnungsamt ein Abkochgebot. Gleichzeitig ordnete die Behörde an, dass die Stadtwerke eventuell noch vorhandene Keime im Trinkwasser mit Chlor abtöten müssen. Die Chemikalie muss sich gleichmäßig im Leitungssystem verteilen, bevor das Gesundheitsamt Entwarnung geben kann.
Weitere Infos dazu unter: http://www.sueddeutsche.de/bayern/trinkwasser-in-rosenheim-keime-im-brunnen-1.1122757

Uran-Grenzwert für Trinkwasser beschlossen

Zukünftig darf in Deutschland kein Wasser mehr aus den Leitungen fließen, das mehr als zehn Mikrogramm des giftigen Schwermetalls pro Liter enthält. Dies hat der Bundesrat am vergangenen Freitag beschlossen. Die Bundesregierung muss noch zustimmen, was jedoch als sicher gilt. Leider findet in diesem Beschluss die Tatsache keine Berücksichtigung, dass dieser Wert für Säuglinge und Kleinkinder immer noch zu hoch ist und Schädigungen nicht ausgeschlossen werden können.
Deutsche Behörden hatten 2007 bei der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) eigens ein Gutachten zu dem Thema in Auftrag gegeben. Ergebnis: Selbst bei einer Uranbelastung von unter vier Mikrogramm pro Liter bestehen für Kleinkinder und Säuglinge erhebliche Risiken für eine Schädigung lebenswichtiger Organe wie der Niere! Gleichzeitig ist es technisch problemlos möglich, Uran aus dem Wasser herauszufiltern.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Zusammengeklebtes Fleisch

Mit Hilfe des Enzyms Transaminase lassen sich einzelne Fleischstückchen wieder zu einem ganzen Stück zusammenfügen. Das Ergebnis ist von einem „echten“ Stück Fleisch für den Laien nicht erkennbar. Da so behandeltes Fleisch nicht besonders gekennzeichnet werden muss, hat der Verbraucher kaum eine Chance das „Klebefleisch“ im Laden zu erkennen.

Mehr dazu in diesem Film.

Wahl zum Goldenen Windbeutel

Die absurden Ausreden der Industrie – wie die Lebensmittelhersteller ihren Etikettenschwindel rechtfertigen und was Sie dagegen tun können!

Pfanner, Escoffier, Zott, Carlsberg oder Unilever – noch eine Woche, bis zum 22. April, können Sie auf abgespeist.de darüber entscheiden, wer den Goldenen Windbeutel für die dreisteste Werbelüge des Jahres erhalten soll. Falls Sie sich noch nicht für eines der fünf nominierten Produkte entschieden haben, dann hilft Ihnen unsere Fotostrecke mit den absurden Ausflüchten der Hersteller sicher weiter. Mit welchen faulen Ausreden sich die nominierten Unternehmen aus der Verantwortung stehlen wollen, lesen Sie hier »

Hormone aus PET-Flaschen

Biologen der Goethe-Universität in Frankfurt untersuchten unter der Leitung von Prof. Jörg Oehlmann Mineralwasser auf dessen Belastung mit Umwelthormonen. Sie konzentrierten sich hierbei nicht nur auf einzelne Substanzen, sondern auf die gesamte Hormonaktivität, um Wechselwirkungen des gesamten „Hormoncocktails“ auf den Körper zu berücksichtigen.

20 Mineralwassermarken gingen in die Untersuchungen ein. Bei zwölf von ihnen konnte eine erhöhte Aktivität bezüglich des weiblichen Sexualhormons Östrogen nachgewiesen werden.

Martin Wagner führte die Untersuchungen im Rahmen seiner Doktorarbeit durch und fasste das Ergebnis ernüchtert zusammen: „Zu Beginn unserer Arbeiten hatten wir nicht erwartet, eine so massive östrogene Kontamination in einem Lebensmittel vorzufinden, das strengen Kontrollen unterliegt. Allerdings mussten wir feststellen, dass Mineralwasser hormonell betrachtet in etwa die Qualität von Kläranlagenabwasser aufweist.“

In den Versuchen konnte das Frankfurter Forscherteam allerdings auch belegen, dass diese Hormonbelastung zu einem wesentlichen Teil aus dem Material der PET-Kunststoffflaschen stammt. In Mineralwasser aus Glasflaschen lag die Hormonkonzentration bei etwa der Hälfte des Wertes der PET-Flaschen.

Weitere Informationen finden Sie hierzu unter:

Wagner, M. & Oehlmann, J. (2009): Endocrine disruptors in bottled mineral water: total estrogenic burden and migration from plastic bottles, Environmental Science and Pollution Research, Online First: http://dx.doi.org/10.1007/s11356-009-0107-7

Martin Wagner & Prof. Jörg Oehlmann, Institut für Ökologie, Evolution und Diversität, Siesmayerstr. 70, Tel: (069) 798-24900 /-24738, wagner@bio.uni-frankfurt.de / oehlmann@bio.uni-frankfurt.de

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